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    Home – Nachricht – Die 10 besten Motorradfahrer der Welt und ihre größten Erfolge
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    Die 10 besten Motorradfahrer der Welt und ihre größten Erfolge

    AdminBy AdminSeptember 23, 2026No Comments14 Mins Read
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    besten Motorradfahrer der Welt
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    Einleitung

    Motorradrennsport gehört zu den faszinierendsten und anspruchsvollsten Disziplinen des Motorsports. Geschwindigkeit allein reicht nicht aus. Wer über viele Jahre zur Weltspitze gehören möchte, braucht außergewöhnliche Fahrzeugkontrolle, Mut, Konzentration, körperliche Fitness und ein tiefes Verständnis für das Verhalten eines Motorrads am Limit. Genau diese Eigenschaften haben die 10 besten Motorradfahrer der Welt ausgezeichnet.

    Eine Rangliste über mehrere Generationen hinweg kann niemals völlig objektiv sein. Motorräder, Sicherheitsstandards, Rennkalender und technische Voraussetzungen haben sich stark verändert. Dennoch lassen sich Weltmeistertitel, Siege, Konstanz, Vielseitigkeit und der Einfluss auf den Sport miteinander vergleichen. Fahrer wie Giacomo Agostini, Valentino Rossi oder Marc Márquez haben dabei nicht nur beeindruckende Statistiken aufgebaut, sondern ganze Epochen geprägt.

    Kategorie Details
    Giacomo Agostini Italien, 15 Weltmeistertitel, 122 Grand-Prix-Siege
    Valentino Rossi Italien, 9 Weltmeistertitel, 115 Grand-Prix-Siege
    Marc Márquez Spanien, 9 Weltmeistertitel, 7 MotoGP-Titel
    Mike Hailwood Großbritannien, 9 Weltmeistertitel, 76 Grand-Prix-Siege
    Mick Doohan Australien, 5 Weltmeistertitel in Folge
    Ángel Nieto Spanien, 13 Weltmeistertitel, 90 Grand-Prix-Siege
    Jorge Lorenzo Spanien, 5 Weltmeistertitel
    Casey Stoner Australien, 2 MotoGP-Weltmeistertitel
    Kenny Roberts USA, 3 Weltmeistertitel in der 500cc-Klasse
    Joey Dunlop Nordirland, 26 Siege bei der Isle of Man TT
    Erfolgreichster nach Titeln Giacomo Agostini
    Bekannteste MotoGP-Ikone Valentino Rossi
    Moderne Ausnahmeerscheinung Marc Márquez

    1. Giacomo Agostini

    Wenn über den erfolgreichsten Motorradrennfahrer der Geschichte gesprochen wird, führt kaum ein Weg an Giacomo Agostini vorbei. Der Italiener wurde am 16. Juni 1942 in Brescia geboren und entwickelte sich in den 1960er- und 1970er-Jahren zum ersten internationalen Superstar des Motorrad-Grand-Prix-Sports.

    Agostinis Bilanz ist bis heute außergewöhnlich. Er gewann insgesamt 15 Weltmeistertitel, davon acht in der 500cc-Klasse und sieben in der 350cc-Kategorie. Hinzu kamen 122 Grand-Prix-Siege. Damit besitzt er weiterhin einen der beeindruckendsten Rekorde in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft.

    Besonders erfolgreich war Agostini mit MV Agusta. Die Kombination aus einem überlegenen Motorrad, technischer Präzision und seinem sehr kontrollierten Fahrstil machte ihn über Jahre nahezu unschlagbar. Später wechselte er zu Yamaha und bewies, dass seine Erfolge nicht ausschließlich mit einem Hersteller verbunden waren.

    Agostini war für seine saubere Fahrweise bekannt. Während viele Konkurrenten durch spektakuläre Manöver auffielen, wirkte er häufig ruhig und berechnend. Genau diese Konstanz war eine seiner größten Stärken. Auch Jahrzehnte nach seinem Karriereende bleibt er eine zentrale Figur der Motorradgeschichte.

    2. Valentino Rossi

    Valentino Rossi machte Motorradrennsport für Millionen Menschen zu einem globalen Unterhaltungserlebnis. Der Italiener wurde am 16. Februar 1979 in Urbino geboren und wuchs in einer motorsportbegeisterten Familie auf. Sein Vater Graziano Rossi war ebenfalls erfolgreicher Motorradrennfahrer und beeinflusste Valentinos frühen Weg in den Rennsport.

    Rossi gewann im Verlauf seiner Karriere neun Weltmeistertitel. Er wurde Champion in der 125cc-, 250cc- und 500cc-Klasse und gewann anschließend sechs weitere Titel in der modernen MotoGP-Kategorie. Insgesamt stehen 115 Grand-Prix-Siege in seiner Karriere.

    Seine Größe lag jedoch nicht nur in den Zahlen. Rossi konnte Rennen lesen wie kaum ein anderer Fahrer. Besonders im direkten Zweikampf zeigte er enorme taktische Stärke. Er wusste genau, wann er Druck aufbauen, wann er warten und wann er angreifen musste.

    Auch seine Persönlichkeit machte ihn einzigartig. Die Startnummer 46, seine farbenfrohen Helme und seine ungewöhnlichen Siegesfeiern wurden weltweit bekannt. Rivalitäten mit Max Biaggi, Sete Gibernau, Casey Stoner, Jorge Lorenzo und Marc Márquez prägten unterschiedliche Phasen seiner Karriere.

    Nach seiner aktiven MotoGP-Laufbahn blieb Rossi dem Motorsport eng verbunden. Mit der VR46 Academy fördert er italienische Nachwuchsfahrer. Dadurch reicht sein Einfluss deutlich über seine eigenen Rennerfolge hinaus.

    3. Marc Márquez

    Marc Márquez zählt zu den spektakulärsten Fahrern, die der moderne Motorradsport hervorgebracht hat. Er wurde am 17. Februar 1993 im spanischen Cervera geboren. Auch sein jüngerer Bruder Álex Márquez schaffte es bis in die MotoGP und wurde selbst Weltmeister in kleineren Klassen.

    Marc Márquez gewann zunächst die 125cc-Weltmeisterschaft und später den Moto2-Titel. Bereits in seiner ersten MotoGP-Saison 2013 wurde er Weltmeister. Es folgte eine Phase außergewöhnlicher Dominanz. Bis einschließlich 2025 sammelte Márquez neun Weltmeistertitel über alle Klassen, darunter sieben Titel in der MotoGP.

    Sein Fahrstil unterscheidet sich deutlich von vielen klassischen Champions. Márquez fährt extrem aggressiv, nutzt außergewöhnliche Schräglagen und ist dafür bekannt, eigentlich verlorene Situationen noch abzufangen. Seine spektakulären Rettungsaktionen wurden zu einem Markenzeichen.

    Seine Karriere verlief allerdings nicht ohne Rückschläge. Eine schwere Armverletzung im Jahr 2020 führte zu mehreren Operationen und einer langen Leidenszeit. Zeitweise war sogar unklar, ob er jemals wieder auf höchstem Niveau fahren könnte.

    Sein späterer Wechsel zu Ducati eröffnete ein neues Kapitel. Mit dem MotoGP-Weltmeistertitel 2025 vollendete Márquez eines der bemerkenswertesten Comebacks der jüngeren Motorsportgeschichte.

    4. Mike Hailwood

    Mike Hailwood, oft unter seinem Spitznamen „Mike the Bike“ bekannt, gehörte zu den vielseitigsten Fahrern seiner Generation. Der Brite wurde am 2. April 1940 geboren und zeigte schon früh ein außergewöhnliches Talent auf Motorrädern verschiedener Hubraumklassen.

    Hailwood gewann neun Weltmeistertitel und 76 Grand Prix. Seine Titel verteilten sich auf mehrere Klassen, was deutlich macht, wie anpassungsfähig er war. Damals war es üblich, dass Spitzenfahrer an einem Rennwochenende in mehreren Kategorien starteten.

    Besonders berühmt wurde Hailwood auch durch seine Erfolge bei der Isle of Man TT. Insgesamt gewann er dort 14 Rennen. Seine Fähigkeiten auf dem extrem langen und gefährlichen Straßenkurs festigten seinen Status als Legende.

    Noch beeindruckender war sein Comeback. Nach langer Abwesenheit kehrte Hailwood Ende der 1970er-Jahre zur Tourist Trophy zurück und konnte erneut gewinnen. Für viele Motorsportfans gehört dieses Comeback zu den größten Geschichten des Motorradsports.

    Hailwood versuchte sich außerdem erfolgreich im Automobilsport und erreichte sogar Podiumsplätze in der Formel 1. Diese Vielseitigkeit ist einer der Gründe, warum er bis heute einen besonderen Platz in der Motorsportgeschichte besitzt.

    5. Mick Doohan

    Die 1990er-Jahre sind untrennbar mit Mick Doohan verbunden. Der Australier wurde am 4. Juni 1965 in Brisbane geboren und entwickelte sich mit Honda zu einem der dominantesten Fahrer der 500cc-Ära.

    Doohan gewann von 1994 bis 1998 fünf Weltmeistertitel in Folge. In dieser Zeit war er für seine Gegner nur schwer zu schlagen. Seine aggressive, gleichzeitig aber technisch präzise Fahrweise passte hervorragend zu den extrem anspruchsvollen 500cc-Zweitaktmaschinen.

    Seine Erfolgsgeschichte wäre beinahe früh beendet worden. 1992 erlitt Doohan bei einem Unfall in Assen schwere Verletzungen am Bein. Die Situation war so ernst, dass seine Karriere gefährdet war. Dennoch kämpfte er sich zurück.

    Gerade dieses Comeback machte seine späteren Titel noch bemerkenswerter. Doohan gewann in seiner Karriere 54 Rennen in der Königsklasse und prägte Honda über viele Jahre.

    Seine Karriere endete 1999 nach einem weiteren schweren Unfall. Trotzdem bleibt die Phase seiner fünf aufeinanderfolgenden Titel eine der dominantesten Serien in der Geschichte der Königsklasse.

    6. Ángel Nieto

    Ángel Nieto ist außerhalb Spaniens teilweise weniger bekannt als Rossi oder Márquez, seine Statistik gehört jedoch zu den größten der Motorradgeschichte. Der Spanier wurde am 25. Januar 1947 in Zamora geboren.

    Nieto gewann 13 Weltmeistertitel. Wegen seines Aberglaubens sprach er selbst allerdings lieber von „12+1“ Titeln. Seine größten Erfolge feierte er in den kleineren Hubraumklassen 50cc, 80cc und 125cc.

    Insgesamt gelangen ihm 90 Grand-Prix-Siege. Besonders beeindruckend war seine Fähigkeit, über einen sehr langen Zeitraum konkurrenzfähig zu bleiben. Seine internationale Karriere erstreckte sich über nahezu zwei Jahrzehnte.

    Nieto hatte einen enormen Einfluss auf die Entwicklung des Motorradsports in Spanien. Lange bevor Fahrer wie Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa oder Marc Márquez die MotoGP prägten, hatte Nieto bereits bewiesen, dass spanische Fahrer auf Weltmeisterschaftsebene dominieren konnten.

    Nach seiner Karriere blieb seine Familie eng mit dem Motorsport verbunden. Ángel Nieto starb 2017 nach einem Verkehrsunfall. Sein Vermächtnis bleibt im spanischen Motorradsport bis heute deutlich spürbar.

    7. Jorge Lorenzo

    Jorge Lorenzo gehörte zu den technisch saubersten MotoGP-Fahrern seiner Generation. Er wurde am 4. Mai 1987 auf Mallorca geboren und begann bereits als Kind mit dem Motorradrennsport.

    Lorenzo gewann zunächst zwei Weltmeisterschaften in der 250cc-Klasse. Nach seinem Aufstieg in die MotoGP wurde er zu einem der stärksten Konkurrenten von Valentino Rossi.

    Seine drei MotoGP-Weltmeisterschaften gewann Lorenzo 2010, 2012 und 2015. Insgesamt brachte er es damit auf fünf Weltmeistertitel. Seine größten Erfolge feierte er mit Yamaha.

    Lorenzo war bekannt für außergewöhnlich konstante Rundenzeiten. Wenn er nach dem Start einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte, kontrollierte er Rennen häufig von der Spitze. Seine Linienwahl war präzise, flüssig und effizient.

    Die Rivalität mit Rossi sorgte innerhalb des Yamaha-Teams für erhebliche Spannung. Trotzdem gelang es beiden Fahrern, über Jahre auf höchstem Niveau zu gewinnen.

    Später wechselte Lorenzo zu Ducati und anschließend zu Honda. An seine größten Yamaha-Erfolge konnte er dort nicht dauerhaft anknüpfen, dennoch bleibt seine Karriere eine der erfolgreichsten der modernen MotoGP-Ära.

    8. Casey Stoner

    Casey Stoner war möglicherweise einer der natürlich talentiertesten Fahrer seiner Generation. Der Australier wurde am 16. Oktober 1985 in Southport geboren und zog bereits in jungen Jahren mit seiner Familie nach Europa, um seine Rennkarriere voranzutreiben.

    Seinen großen Durchbruch schaffte Stoner 2007 bei Ducati. In seiner ersten Saison mit dem italienischen Hersteller gewann er direkt die MotoGP-Weltmeisterschaft. Besonders bemerkenswert war seine Fähigkeit, die damals schwierig zu fahrende Ducati extrem schnell zu bewegen.

    2011 wechselte Stoner zu Honda und gewann erneut die Weltmeisterschaft. Damit bewies er, dass er auf technisch sehr unterschiedlichen Motorrädern erfolgreich sein konnte.

    Stoner war besonders stark darin, Motorräder mit wenig Grip zu kontrollieren. Sein Gefühl für das Hinterrad und seine Fähigkeit, bereits früh im Rennen ein extrem hohes Tempo zu fahren, machten ihn gefährlich.

    Überraschend beendete er seine MotoGP-Karriere nach der Saison 2012 im Alter von nur 27 Jahren. Trotz seiner vergleichsweise kurzen Karriere bleiben seine beiden Weltmeistertitel und seine außergewöhnliche Geschwindigkeit unvergessen.

    9. Kenny Roberts

    Der Amerikaner Kenny Roberts veränderte die Art, wie Grand-Prix-Motorräder gefahren wurden. Er wurde am 31. Dezember 1951 in Kalifornien geboren und machte sich zunächst im amerikanischen Dirt-Track- und Straßenrennsport einen Namen.

    1978 trat Roberts erstmals vollständig in der 500cc-Weltmeisterschaft an und gewann sofort den Titel. Auch 1979 und 1980 wurde er Weltmeister. Damit holte er drei 500cc-Titel in Folge.

    Roberts brachte Techniken aus dem amerikanischen Dirt-Track-Sport nach Europa. Sein aggressiver Fahrstil, das kontrollierte Rutschen des Motorrads und seine Körperposition beeinflussten eine ganze Generation.

    Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Roberts erfolgreich. Als Teamchef und Besitzer eines Rennteams spielte er weiterhin eine wichtige Rolle in der Weltmeisterschaft.

    Sein Sohn Kenny Roberts Jr. wurde im Jahr 2000 ebenfalls 500cc-Weltmeister. Damit entstand eine der bekanntesten Familiengeschichten des internationalen Motorradsports.

    10. Joey Dunlop

    Während die meisten Fahrer dieser Liste vor allem durch Grand-Prix-Erfolge bekannt wurden, steht Joey Dunlop für eine andere Form des Motorradrennsports: echte Straßenrennen.

    Der Nordire wurde am 25. Februar 1952 geboren und entwickelte sich zu einer Legende der Isle of Man TT. Dort gewann er insgesamt 26 Rennen. Jahrzehntelang galt dieser Rekord als nahezu unerreichbar.

    Straßenrennen unterscheiden sich grundlegend von klassischen Rundstreckenrennen. Fahrer rasen durch Orte, über öffentliche Straßen, an Mauern, Häusern und Bordsteinen vorbei. Fehler können schwerwiegende Folgen haben.

    Dunlop war für seine ruhige und zurückhaltende Persönlichkeit bekannt. Auf dem Motorrad zeigte er dagegen außergewöhnlichen Mut und enorme Streckenkenntnis. Besonders beeindruckend war seine Langlebigkeit: Noch im Jahr 2000 gewann er im Alter von 48 Jahren drei TT-Rennen.

    Nur wenige Wochen später kam Dunlop bei einem Rennen in Estland ums Leben. Seine 26 Siege auf der Isle of Man machten ihn zu einem Symbol des Straßenrennsports. Auch sein humanitäres Engagement trug dazu bei, dass er weit über den Motorsport hinaus respektiert wurde.

    Unterschiedliche Epochen

    Ein direkter Vergleich dieser zehn Fahrer ist schwierig. Giacomo Agostini und Mike Hailwood fuhren in einer Zeit, in der ein Fahrer häufig in mehreren Klassen an einem Wochenende antrat. Dadurch waren deutlich mehr Siege und Titel innerhalb einer Saison möglich.

    Die 500cc-Zweitaktmaschinen von Mick Doohan und Kenny Roberts waren dagegen berüchtigt für ihre aggressive Leistungsentfaltung. Elektronische Assistenzsysteme, wie sie moderne MotoGP-Motorräder besitzen, existierten damals nicht in vergleichbarer Form.

    Heute spielen Elektronik, Aerodynamik, Datenanalyse und technische Entwicklung eine wesentlich größere Rolle. Fahrer wie Marc Márquez müssen deshalb andere Herausforderungen bewältigen als Champions der 1960er-Jahre.

    Das bedeutet nicht, dass eine Epoche schwieriger oder einfacher war. Vielmehr verlangte jede Generation ihren Fahrern spezielle Fähigkeiten ab.

    Große Rivalitäten

    Große Champions benötigen starke Gegner. Viele der bekanntesten Geschichten des Motorradsports entstanden deshalb aus intensiven Rivalitäten.

    Valentino Rossi kämpfte im Laufe seiner langen Karriere gegen mehrere Generationen von Spitzenfahrern. Seine Duelle mit Max Biaggi und Sete Gibernau prägten die frühen Jahre, später folgten intensive Auseinandersetzungen mit Casey Stoner, Jorge Lorenzo und Marc Márquez.

    Lorenzo und Rossi waren zeitweise Teamkollegen bei Yamaha, gleichzeitig jedoch direkte Titelkonkurrenten. Die Situation erzeugte eine Rivalität, die weit über normale sportliche Konkurrenz hinausging.

    Auch Márquez entwickelte sich nach seinem Einstieg in die MotoGP schnell zu einem Fahrer, der etablierte Champions herausforderte. Sein kompromissloser Stil machte viele Rennen spektakulär und sorgte gleichzeitig immer wieder für Diskussionen.

    Fahrstile

    Die Fahrweise im Motorradrennsport hat sich über Jahrzehnte stark verändert. Frühere Fahrer saßen vergleichsweise aufrecht auf ihren Maschinen. Mit steigender Geschwindigkeit begannen Fahrer zunehmend, ihren Körper in Kurven nach innen zu verlagern.

    Kenny Roberts gilt als einer der Fahrer, die das extreme Herauslehnen und den Einsatz des Knies am Asphalt populär machten. Spätere Generationen entwickelten diese Technik weiter.

    Jorge Lorenzo stand für flüssige Bewegungen und präzise Linien. Casey Stoner war besonders stark beim kontrollierten Rutschen. Valentino Rossi kombinierte Anpassungsfähigkeit mit hervorragender Rennstrategie.

    Marc Márquez brachte die moderne Körperhaltung schließlich auf ein neues Niveau. Ellbogen und teilweise sogar andere Körperbereiche berühren bei extremen Schräglagen den Asphalt. Sein Stil zeigt deutlich, wie stark sich der Sport technisch und körperlich weiterentwickelt hat.

    Risiko und Comebacks

    Motorradrennsport bleibt trotz aller Sicherheitsfortschritte gefährlich. Stürze bei hohen Geschwindigkeiten können zu schweren Verletzungen führen.

    Mick Doohans Rückkehr nach seiner schweren Beinverletzung gehört zu den bekanntesten Comeback-Geschichten. Wenige Jahre später dominierte er die 500cc-Klasse und gewann fünf Titel in Folge.

    Auch Marc Márquez musste nach seiner Armverletzung eine extrem schwierige Phase überwinden. Mehrere Operationen und lange Pausen machten seine Rückkehr an die Weltspitze besonders bemerkenswert.

    Diese Geschichten zeigen, dass große Motorradfahrer nicht ausschließlich durch Geschwindigkeit definiert werden. Mentale Stärke und die Fähigkeit, nach Rückschlägen wieder Vertrauen aufzubauen, spielen eine ebenso wichtige Rolle.

    Wer ist der Beste?

    Statistisch hat Giacomo Agostini mit seinen 15 Weltmeisterschaften eines der stärksten Argumente für den Titel des größten Motorradfahrers aller Zeiten.

    Valentino Rossi wiederum prägte den modernen Motorradsport kulturell stärker als fast jeder andere Fahrer. Seine neun Titel, 115 Grand-Prix-Siege und seine weltweite Popularität machten ihn zu einer Ikone.

    Marc Márquez gehört inzwischen ebenfalls klar in diese Diskussion. Nach schweren Verletzungen zurückzukehren und 2025 erneut Weltmeister zu werden, verlieh seiner ohnehin außergewöhnlichen Karriere ein weiteres Kapitel.

    Mike Hailwood beeindruckte durch Vielseitigkeit, Mick Doohan durch Dominanz, Ángel Nieto durch langfristige Erfolge und Joey Dunlop durch seine außergewöhnliche Bilanz im Straßenrennsport.

    Die Frage nach dem besten Fahrer hängt deshalb von den Kriterien ab. Agostini besitzt die gewaltigste Titelbilanz, Rossi den vielleicht größten kulturellen Einfluss und Márquez gehört zu den außergewöhnlichsten Fahrern der modernen Ära. 

    FAQs

    Wer gilt als der beste Motorradfahrer der Welt aller Zeiten?
    Giacomo Agostini wird wegen seiner 15 Weltmeistertitel häufig als einer der erfolgreichsten Motorradfahrer aller Zeiten bezeichnet. Valentino Rossi und Marc Márquez gehören ebenfalls zu den größten Namen der Geschichte.

    Wie viele Weltmeistertitel gewann Valentino Rossi?
    Valentino Rossi gewann insgesamt neun Weltmeistertitel in verschiedenen Klassen, darunter sieben Titel in der höchsten Kategorie 500cc beziehungsweise MotoGP.

    Wie viele Weltmeistertitel hat Marc Márquez?
    Marc Márquez kommt auf neun Weltmeistertitel über verschiedene Klassen hinweg. Dazu gehören sieben Titel in der MotoGP-Klasse.

    Welcher Motorradfahrer gewann die meisten Weltmeistertitel?
    Giacomo Agostini hält mit 15 Weltmeistertiteln eine der beeindruckendsten Bestmarken im internationalen Motorradrennsport.

    Warum gehört Joey Dunlop zu den besten Motorradfahrern der Welt?
    Joey Dunlop wurde vor allem durch seine Erfolge bei Straßenrennen berühmt. Seine 26 Siege bei der Isle of Man TT machten ihn zu einer der größten Legenden dieser Motorsportdisziplin.

    Fazit

    Die 10 besten Motorradfahrer der Welt verbindet weit mehr als eine Sammlung von Pokalen. Jeder von ihnen veränderte auf seine Weise den Motorsport. Agostini setzte Rekorde, Rossi machte MotoGP zu einem weltweiten Spektakel, Márquez verschob fahrerische Grenzen und Doohan dominierte eine der anspruchsvollsten Epochen der 500cc-Klasse.

    Hailwood bewies außergewöhnliche Vielseitigkeit, Nieto dominierte die kleinen Klassen, Lorenzo perfektionierte präzises Fahren und Stoner zeigte ein beinahe unglaubliches Gefühl für Motorräder am Limit. Roberts veränderte die Fahrtechnik, während Joey Dunlop zum Symbol des Straßenrennsports wurde.

    Welche Reihenfolge man persönlich bevorzugt, bleibt letztlich Geschmackssache. Sicher ist jedoch: Diese Fahrer haben mit Geschwindigkeit, Mut, Talent und außergewöhnlichen Erfolgen entscheidend dazu beigetragen, dass Motorradrennsport heute zu den faszinierendsten Motorsportdisziplinen der Welt gehört.

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